Pressespiegel

 

Mitteldeutsche Zeitung (Auswahl Mitteldeutsche Zeitung -25.06.2003, Seite 3

Dieter Heinemann

Wechsel beim Heimatbund - IM GESPRÄCH / Weg nach vorn braucht Blick zurück

Halle/MZ. Führungswechsel beim Landesheimatbund Sachsen-Anhalt (LHB). Mehr als zehn Jahre wurden dessen Geschicke von Prof. Dr. Dieter Heinemann gelenkt. Mit dem heute ausscheidenden Geschäftsführer sprach unser Redakteur Ernst Krziwanie.

Wehmut oder Freude? Was überwiegt beim Abschied?

Heinemann: Beides ist da, denn unser Landesverein hat viel zur Erschließung und Vermittlung von Landes- und Regionalgeschichte angestoßen. Im Sinne von Identität mit Heimat, dem eigenen Lebensraum, mit Sachsen-Anhalt. Nicht im Sinne von Heimattümelei. Doch der Weg nach vorn braucht auch den Blick zurück. Da gibt es viel zu tun, aber ich wirke ja weiter ehrenamtlich mit - als Schatzmeister.

Was ist denn der größte Schatz des Landesheimatbundes?

Heinemann: Für mich sind das die vielen Vereine, mit denen wir zusammenarbeiten. Rund 10 000 Mitglieder erforschen ehrenamtlich Traditionen, befassen sich mit Denkmalpflege, mit Mundarten oder helfen, die Attraktivität ihrer Wohnorte zu erhöhen. Aktuellstes Beispiel der Kooperation ist das künftige Dorfgemeinschaftshaus in Zerben im lerichower Land. Dort entsteht auch eine Ausstellung zu Elisbeth von Plotho, Theodor Fontanes Romanvorbild für „Effi Briest“.

Was sind die Schwerpunkte 2003?

Heinemann: Ein Vorhaben, das wir mit Thüringen verwirklichen, heißt „Erinnerungslandschaften“. Im Mittelpunkt stehen der Umgang mit der Region und der Mythos Kyffhäuser. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Hilfe für Ortschronisten beim Nutzen neuer Medien.

Ist denn Ihre Nachfolge geregelt?

Heinemann: Natürlich. Die übernimmt Manfred Koppe, der bisher das Regionalbüro Magdeburg des Landesheimatbundes geleitet hat.